Wissenswertes über die Tiere in Afrika

Ganz nebenbei wird in der Sammlung afrikanischer Märchen auch Wissen über die Fauna Afrikas vermittelt. Spannende Fakten über die Tierarten des afrikanischen Kontinents erweitern das Spektrum der Märchenbücher rund um Zebra, Löwe & Co. So finden sich Steckbriefe aller Tiere, die eine wichtige Rolle in den Märchen spielen. Wo kommen sie vor, wie verhalten sie sich in freier Natur, was fressen sie und wie pflanzen sie sich fort? Auf diese und andere Fragen finden die Leser in den beiden Büchern detaillierte Antworten.
Lernen auch Sie Tiere wie den Schabracken-Schakal, den Serval und natürlich Zebra und Löwe genauer kennen!

über Schabracken-Schakal

Art: Schabracken-Schakal (Canis mesomelas)

Leben einzeln oder häufiger in Paaren

  Männchen |  Weibchen
Grösse:  40 cm  38 cm
Gewicht:  10 kg  8 kg
Geburtsgewicht:  200 g  200 g
Entwöhnungsalter:  2 Mt.  2 Mt.
Geschlechtsreife:  12 Mt.  8 Mt.
Tragzeit:  --  2 Mt.
Anzahl Junge:  --  2 -6
Lebenserwartung:  10 Jahre  10 Jahre

Kennzeichen: 

Dem europäischen Fuchs ähnlich, aber kräftiger und größer. Der Schabracken-Schakal ist von den anderen Schakalen leicht an der breiten schwarz-weißen Decke auf seinem Rücken, welche deutlich von der gelblichen Färbung an den Flanken und Beinen abgesetzt ist, zu unterscheiden. Er hat einen buschigen Schwanz mit einer schwarzen Spitze und große, spitze, aufrechte Ohren. 

Vorkommen: 

Offenes Grasland und lichte Baumbestände. 

Verhalten: 

Schakale kommen in ganz Afrika vor. Sie sind meistens nachtaktiv und ihr unverkennbares, eher freundliches Heulen ist oft in der Dämmerung oder kurz nachher zu hören. Es sind schlaue Tiere, und sie laufen schnell und leicht. Sie leben als Paar oder alleine und gehen von einem Lager in einer geschützten Höhle, meistens in Wassernähe, auf Jagd.

Es sind „echte“ Hunde mit fünf Zehen an den Vorderpfoten und vier an den hinteren.

Nahrung: 

Schakale fressen Aas und jagen selber. Ihre Nahrung besteht aus kleinen Ratten, bodenbrütenden Vögeln und deren Eiern und Küken, Reptilien, dicken Insekten und Früchten. Sie töten auch frisch geborene Antilopen, die von ihren Müttern nicht bewacht werden und greifen junges Herdenvieh an. Deshalb werden sie von den Bauern als abzuschießende Plage betrachtet, obwohl sie nützlich sind, weil sie Schädlinge wie Ratten dezimieren. Man kann sie oft beobachten, wie sie darauf warten, dass Löwen ihre Mahlzeit beenden, so dass sie die Überreste fressen können. Die Wagemutigsten versuchen sogar, sich anzuschleichen und Stückchen unter der Nase des Löwen wegzustehlen. Ihre Schläue wurde zum Thema vieler Geschichten in ganz Afrika.

Fortpflanzung:

Normalerweise werden nicht mehr als sechs Welpen geboren. Die Eltern verstecken sie in Erdlöchern und Felsspalten. Beide Eltern gehen während der ersten zwei Monate auf Futtersuche und versorgen die Welpen mit herausgewürgtem, halb verdautem Futter.

über Serval

Art: Serval (Felis serval) (Canis mesomelas)

Nachttier und meistens Einzelgänger

  Männchen | Weibchen
Grösse: 60 cm 60 cm
Gewicht: 11 kg 9 kg
Geburtsgewicht: 250 g 250 g
Entwöhnungsalter: 6 Mt. 6 Mt.
Geschlechtsreife: 24 Mt. 18 Mt.
Tragzeit: -- 72 Tage
Anzahl Junge: -- 2 -6
Lebenserwartung: 12 Jahre 12 Jahre

Kennzeichen:

Der Serval ist ein elegantes, wunderschönes Tier und gehört zur Familie der Katzen. Sein Fell ist goldgelb mit schwarzen Punkten und Strichen. Er hat lange Beine, einen langen Hals und groβe runde Ohren auf einem eher kleinen Kopf. Der Schwanz ist kurz und misst nur etwa die Hälfte der Körperlänge.

Vorkommen:

Der Serval ist in seinem Aktionsradius durch die Ansprüche an seinen Lebensraum eingeschränkt. Er benötigt eine zuverlässige Wasserquelle und ist deshalb in Gebieten mit hohem Niederschlag häufig. Der Serval braucht auβerdem Stellen mit hohem Gras, Unterholz oder Schilf, wo er sich während des Tages ausruhen und verstecken kann.

Verhalten:

Obwohl überwiegend ein Nachttier, kann man den Serval auch am frühen Morgen oder in der Abenddämmerung sehen. Er ist normalerweise ein Einzelgänger, doch während der Paarungszeit ziehen und jagen die Paare für kurze Zeit zu zweit. Die Jungen begleiten ihre Mutter während längerer Zeit.
Wie die meisten kleinen Fleischfresser hat der Serval nur ein kleines Territorium von ungefähr 5 km2. Er durchstreift sein Revier auf festgelegten Routen oder Pfaden und markiert diese mit Kot.
Im Gegensatz zu anderen Mitgliedern der Katzenfamilie jagt der Serval in sumpfigen Gebieten, wo das Wasser bis zu 8 cm tief sein kann.

Es sind „echte“ Hunde mit fünf Zehen an den Vorderpfoten und vier an den hinteren.

Nahrung:

Die Nahrung des Servals ist vielfältig. Weil er hauptsächlich kleine Nagetiere, also Mäuse frisst (bis zu 75% seiner Gesamtnahrung), ist er bei den Bauern beliebt. Aber er frisst auch Vögel, Reptilien, Insekten, Amphibien und Skorpione.

Fortpflanzung:

Das Weibchen bekommt seine Jungen in der Mitte oder gegen Ende der Regenzeit, wenn die Deckung am besten ist. Meistens sind es zwei oder drei Junge, die in dichten, hohen Grasbüscheln oder dichtem Gestrüpp zur Welt kommen.
Die Jungen haben einen weichen, wolligen, fast grauen Pelz. Wenn das Weibchen gestört wird, trägt es seine Jungen eins nach dem anderen in ein anderes sicheres Versteck. Die Jungen bleiben nach der Entwöhnung noch viele Monate bei der Mutter.